Auschwitz: Schulausflug mit Judenverhöhnung

Politik | aus FALTER 20/09 vom 13.05.2009

Auf einem Schulausflug nach Auschwitz sollen antisemitische Aussagen gefallen sein. Nun prüft der Stadtschulrat den Fall

Bericht: Ingrid Brodnig

Es sollte eine Reise der Erinnerung und Aufarbeitung werden. Mehr als 400 österreichische Schüler aus 17 Schulen fuhren Ende April nach Polen, um das Konzentrationslager Auschwitz zu besuchen und mit Überlebenden des Holocausts zu reden - unter ihnen auch Schüler des Gymnasiums Albertgasse in Wien-Josefstadt.

Doch der Gedenkmarsch verlief nicht wie geplant. Laut dem Gedenkverein March of Remembrance and Hope (Morah), der die Reise veranstaltete, fiel eine Gruppe von Schülern von Beginn an negativ auf. Da sei schon im Bus über die Fahrt ins KZ gescherzt worden - obwohl ein Holocaustüberlebender daneben saß. In Auschwitz seien dann Witze über Deportierte gemacht worden, etwa über einen Mann mit dem Nachnamen "Gescheit". "Na sehr gscheit war er nicht, der Gescheit. Wenn er in den Zug eingestiegen ist", habe ein Schüler gesagt.

Der Fall platzt


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