Jehovas Augenzeuge

Politik | aus FALTER 20/09 vom 13.05.2009

Sie galten als Sekte und sind nun eine anerkannte Kirche. Ein Besuch beim Zeugen Jehovas Markus Seyffertitz

Porträt: Stefan Apfl

Markus Seyffertitz glaubt, die Welt geht bald unter. "Krisen, Erdbeben, Seuchen und das Erkalten der zwischenmenschlichen Beziehungen. Viele in der Bibel beschriebene Zeichen sind heute zu beobachten", sagt er. Dabei wirkt der 44-Jährige gar nicht zerknirscht. Im Gegenteil, er wartet schon lange auf das Ende, sein ganzes Leben lang. Tagsüber arbeitet der Favoritner in einer Bank, abends sieht er gerne Barcelona beim Zaubern zu. Er ist glücklich mit seiner Frau Alexandra verheiratet, manchmal gehen die beiden ins Kino - oder klingeln bei Fremden.

Markus Seyffertitz ist Zeuge Jehovas. Einer von 21.000 in Österreich und sieben Millionen weltweit. Vergangene Woche hat Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) sie als Religionsgemeinschaft anerkannt. 30 Jahre hat es gedauert, 30 Jahre der Anträge und Fristen, Beschwerden und Klagen.

Die stummen Zeugen, die Passanten


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