Ein Hecht, der im Schmutzkübel Karpfen jagt

Politik | aus FALTER 20/09 vom 13.05.2009

Hans-Peter Martin formuliert im Buch "Die Europafalle" wichtige EU-Kritik. Doch sie geht in seinen Pauschaldiffamierungen unter

Rezension: Richard Wimmer

Das Wutspektrum der Wähler ist breit und politisch schon ziemlich abgedeckt. Pünktlich zur Europawahl am 7. Juni und mit täglichen und massenwirksamen Vorabdrucken in der Kronen Zeitung will der EU-Parlamentarier Hans-Peter Martin mit seinem Buch "Die Europafalle" abseits der Politrabauken Position beziehen. Im immer dichter werdenden Gedränge der EU-Kritiker will er um die Stimmen unzufriedener und wirtschaftlich verunsicherter Wähler buhlen. Bereits im letzten Wahlkampf 2004 erlangte er mit dem Nimbus des EU-Rebellen 14 Prozent der Stimmen.

Als selbsternannter "Hecht im Brüsseler Karpfenteich" rechnet der Co-Autor des vor mehr als zehn Jahren erschienenen Bestsellers "Die Globalisierungsfalle" in seinem neuen Buch mit "dieser EU" ab, die ihre Legitimität als Antwort auf die Globalisierung verspielt habe.

Die lange Liste der Anklagepunkte


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige