Zeit am Schirm

TV-Kolumne

Medien | Julia Ortner | aus FALTER 20/09 vom 13.05.2009

Brutzeln, rühren, sautieren, wohin du schaust. Kochshows sind die Pest des modernen Unterhaltungsfernsehens - und es gibt immer mehr einfach gestrickte Formate dieser Art. Vor allem der deutsche Privatsender Vox definiert sich mittlerweile nur mehr übers Essen. Da bekochen sich Durchschnittstypen gegenseitig und stierln in der Wohnung des jeweiligen Gastgebers herum ("Das perfekte Dinner", Mo-Fr, 19 Uhr), das Gleiche gibt's auch mit mehr oder weniger bekannten Gesichtern aus der B- und C-Liga ("Das perfekte Promi-Dinner", Sa, 20.15 Uhr). In der "Kocharena" (Fr, 20.15 Uhr) treten Starköche gegen Amateure an, in der Promi-Variante messen sich die Profis mit Roberto Blanco und so. Bei "Kochchampion" kämpft sich einer von 120 Kandidaten über acht Wochen zum Titelgewinn (Mo-Fr, 18.30 Uhr). Gutes Essen ist was Wunderbares - nur tragisch, wenn die Leute nichts anderes im Kopf haben als Schweinsbraten und Branzino. Kochsendungen haben etwas Jämmerliches - da hat "Das große Fressen" jedenfalls mehr Unterhaltungswert.


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