Aktenzeichen D.S. ungelöst

Medien | aus FALTER 20/09 vom 13.05.2009

Im Fluss treibt die Leiche einer slowakischen Pflegerin, ein Mann macht sich auf die Spurensuche, die "Krone" hetzt, der Rest ist Schweigen

Bericht: Sibylle Hamann

Im richtigen Leben wären sie einander wahrscheinlich nie begegnet. Martin L., 36 Jahre alt, Österreicher, Schriftsteller, ein schmaler Intellektueller, der seinen Lebensunterhalt damit verdient, "kleine, harmlose Geschichten zu erzählen, die das Publikum erheitern", wie er selbst es beschreibt. Denisa S., 29 Jahre alt, Slowakin, eine von geschätzten 40.000 illegalen Rund-um-die-Uhr-Pflegerinnen, zuletzt im Dienst bei einer angesehenen Familie im oberösterreichischen Vöcklabruck, wo sie einen bettlägrigen ehemaligen Primararzt betreute.

Martin L. und Denisa S.: Die beiden werden einander auch niemals begegnen, denn Denisa S. wurde am 29. Januar 2008 am Flussufer der Ager angeschwemmt, etwa zehn Kilometer außerhalb von Vöcklabruck. Sie war nackt, sie war tot. Doch seit Martin L., Monate später, eine slowakische Boulevardzeitung


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