Das Glück der anderen in komprimierter Form

Feuilleton | aus FALTER 20/09 vom 13.05.2009

Die Filme des Briten Ben Rivers und Lola Randls "Herr Karpf" sind ein guter Anlass, das Vienna Shorts Festival zu besuchen

Vorschau: Maya McKechneay

Dass der Kurzfilm nur eine Art Übung für "echte" Filme darstelle, ist ein weitverbreiteter Irrtum. Ist er ein geglücktes Beispiel seiner Gattung, bedingen Dichte, Herstellungsprozess und Dramaturgie die kurze Form. Das gilt auch für "Freude", dem punktgenau montierten, fünfminütigen Bildertanz des Kubelka-Schülers Thomas Draschan, mit dem das Vienna Independent Shorts Festival (VIS) im Gartenbau programmatisch eröffnet. Filme wie dieser sind komprimiertes Kino: rhythmisch, wild, intensiv.

Über 1000 Einreichungen aus 54 Ländern lagen dem VIS-Team vor, aus denen es in basisdemokratischer Entscheidung jene rund 300 Arbeiten auswählte, die während der Festivalwoche im Top-Kino, Schikaneder und Museumsquartier projiziert werden. Einzige Gemeinsamkeit: Alle sind unter 30 Minuten. Neben dem internationalen Wettbewerb und einem Österreich-Panorama


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige