Unerwünschte Kunden

Stadtleben | aus FALTER 20/09 vom 13.05.2009

Bankkonten, Handyverträge, Autovermietungen. Wie Ausländer am Dienstleistungsmarkt diskriminiert werden

Bericht: Joseph Gepp

Stephansdom, Riesenrad und die Ringstraße. Und dazwischen Westösterreich, mit Schladming, Salzburg und Tirols Bergen.

Das alles hat sich Dimitar Petrow*, 37, samt Familie für seinen Urlaub in Österreich vorgenommen. Der Bulgare bucht einen Flug, ordert über ein Wiener Reisebüro einen Mietwagen. Als Petrow allerdings die Donaustädter Filiale der Autovermietungsfirma Buchbinder betritt, um den reservierten Wagen abzuholen, erfährt er: An Osteuropäer vergibt das Unternehmen keine Mietautos. EU und Dienstleistungsfreiheit hin oder her. Eine Ausnahme könne nur gemacht werden, wenn Petrow ein Pfand von 4000 Euro hinterlegt. Aber wie ein U-Häftling Kaution zahlen, das will der Reisende dann doch nicht. Zuletzt mietet ein befreundetes österreichisches Paar und nimmt das Auto unter seinem Namen in Empfang.

Das Reisebüro, bei dem Petrow gebucht hatte, wusste nichts

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