Die Welt muss Weiz werden

Steiermark | aus FALTER 20/09 vom 13.05.2009

Würden alle Leute leben wie die Weizer Solidarbürger, gäbe es keine Krise

Reportage: Donja Noormofidi, Gelinde Pölsler

Thomas Matzer sieht aus wie ein durchschnittlicher Steirer: mittelgroß, Lederhosen, Trachtengilet. Als Arbeitsberater hat Matzer zwar einen sozialen, aber keinen außergewöhnlichen Job. Trotzdem: Wären alle Menschen wie Herr Matzer, gäbe es wohl keine globale Krise.

Matzer und seine Frau haben sich im oststeirischen St. Ruprecht ein Recyclinghaus gebaut. Drei alte Häuser haben sie für deren Eigentümer abgerissen, im Gegenzug durften sie Tausende alte Mauerziegel mitnehmen. "So etwas Beständiges kriegst du heute nicht mehr", sagt Matzer und schiebt sich eine Gabel mit vegetarischem Auflauf in den Mund. Das Holz für die Fenster und Böden ist im benachbarten Passail gewachsen. Das Heizen des Hauses besorgt ein Kachelofen, gekocht wird auf einem Tischherd. Fernseher oder Kühlschrank gibt es im Hause Matzer nicht - und das alles bei neun Kindern."Die Milch holen


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