Tipp Klassik

Denken in Tönen: Isabel Mundry

Lexikon | Carsten Fastner | aus FALTER 20/09 vom 13.05.2009

Das Komponieren verstehe ich als eine Form des Denkens in Tönen", sagt Isabel Mundry über ihre Arbeit. Das wird auch in "Nocturno" deutlich, einem großen Orchesterstück, das die deutsche Komponistin (geb. 1963) 2006 im Auftrag Daniel Barenboims schrieb und das hier vom RSO Wien unter Bertrand de Billy erstmals in Österreich gespielt wird. Ausgehend von den poetischen Bildern eines Gedichtes von Federico García Lorca ("Nocturno del hueco"), macht sie darin das Prinzip der Wiederholung zum zentralen Ansatz. Das Orchester ist in zwei Gruppen räumlich getrennt - und "denkt in Tönen" über Entstehen und Vergehen, Erinnern und Vergessen nach.

Musikverein, Fr 19.30


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