Vernissage

Bei den Monden des Saturns

Lexikon | Nicole Scheyerer | aus FALTER 20/09 vom 13.05.2009

Er gehört zum spöttisch als "Struffskys" bezeichneten Fotografentrio: Gemeinsam mit seinen Kollegen Andreas Gursky und Thomas Struth studierte Thomas Ruff an der Düsseldorfer Kunstakademie bei den Foto-Granden Bernd und Hilla Becher und erntete für seine Arbeiten bald viel internationales Echo und hohe Preise. Die Kunsthalle präsentiert nun in einer Einzelausstellung elf Werkserien des 1958 geborenen Deutschen, die sein weites konzeptuelles Spektrum von Porträt über Architektur bis hin zur Bearbeitung von astronomischem Fotomaterial widerspiegelt. Seit 1986 arbeitet Ruff an einer Serie von großformatigen Porträts, die gerade durch ihren Mangel an Ausdruck bestechen. Viel Raum nehmen in der "Oberflächen, Tiefen" betitelten Schau auch Architekturaufnahmen ein, die von Stereoskopien zu Brasilia bis hin zu Bildern der Bauten von Herzog & de Meuron reichen. Ruffs neueste Serie nimmt Bilder der Cassini-Raumsonde vom Saturn und seinen Monden zum Ausgangspunkt, die der Künstler digital bearbeitet.

Kunsthalle Wien, Mi 19.00, bis 13.9.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige