Ohren auf!

Sammelkritik

Lexikon | Gerhard Stöger | aus FALTER 20/09 vom 13.05.2009

Black Francis alias Frank Black hat das dritte Album von Art Brut produziert, was zweifelsohne eine gute Idee war. Der alte Pixies-Giftzwerg lässt den dynamischen Rumpelrock des britischen Quintetts gepflegt, aber nie zu glatt klingen; Räudigkeit und Zugänglichkeit versteht er geschickt zu einen.

Wie auch schon seine beiden Vorgänger lebt "Art Brut vs. Satan" (Cooking Vinyl/Edel) nicht zuletzt von den pointierten Texten des irgendwo zwischen Indie-Nerd und Teenager-auf-Lebenszeit agierenden Sängers Eddie Argos, der alltägliche Kleinigkeiten zu charmanter Indierockpoesie verdichtet. Der Teufel im Titel ist übrigens jene breite Masse, die derart konsequent zur falschen Musik greift, dass Argos schlaflose Nächte durchleiden muss. In diesem Sinne: Viel Glück bei der Bekehrung!

Während Art Brut eine Teufelsaustreibung mit den Mitteln des Indierock anstreben, möchte Stephen McBean alias Pink Mountaintops die Welt neuerdings mit einer prächtigen Mixtur aus kirchenliedähnlicher Erhabenheit


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