Kommentar

Lautes Pfeifen im dunklen Wald: die EU und ihr Optimismus

Wirtschaft

Falter & Meinung | Markus Marterbauer | aus FALTER 21/09 vom 20.05.2009

Die Wirtschaftspolitik ist bemüht, Optimismus zu versprühen. EU-Kommissar Joaquin Almunia und der Präsident der Europäischen Zentralbank Jean-Claude Trichet sehen den Tiefpunkt der Krise erreicht. Doch die beruhigenden Worte hinterlassen den gegenteiligen Eindruck. Angesichts der Fakten klingen sie eher nach lautem Pfeifen im dunklen Wald.

Denn zu Beginn des Jahres ist die Wirtschaftsleistung in der EU dramatisch eingebrochen. Auch in Österreich, wo das Wirtschaftsforschungsinstitut für das erste Quartal einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 2,8 Prozent gegenüber 2008 errechnete - deutlich schlimmer als erwartet. Nun scheint für das Gesamtjahr ein Minus um vier bis fünf Prozent wahrscheinlich. Zwar dürfte sich das Tempo des Einbruchs von Export und Industrieproduktion nicht mehr weiter verschärfen, von Produktionszuwächsen ist man aber weit entfernt.

Wegen des raschen Anstiegs der Arbeitslosigkeit lässt nun der Konsum der privaten Haushalte nach, daran ändern auch Lohnzuwächse


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