Vor lauter Gegenentwürfen ist kein Entwurf in Sicht

Politik | aus FALTER 21/09 vom 20.05.2009

Nur über und nicht gegen den Markt kann Nachhaltigkeit hergestellt werden. Das ist der Denkfehler des spannenden EU-Buchs von Attac

Rezension: Bernhard Ecker

Das Schöne an Utopien ist, dass man sie wie Folien über die Gegenwart legen kann. Und je weniger exakt der Weg vom Jetzt in die erträumte oder befürchtete Zukunft ausgeschildert ist, umso intensiver leuchten die Farben.

Insofern kann man die Menschen von Attac nicht als Utopisten bezeichnen. Das globalisierungskritische Netzwerk, Ende der 90er als Protestbewegung entstanden, hat sich längst zu einem gutgefüllten Think-Tank entwickelt, aus dem man konkrete Vorschläge für die Verbesserung der Welt abzapfen kann. In die eben wieder aufgekochte Diskussion über Steueroasen etwa hat sich Attac mit fundierten Ideen eingemischt.

Auch der eben von Attac Österreich edierte Sammelband "Wir bauen Europa neu - Wer baut mit?" begnügt sich nicht damit, bloß das Bild eines demokratischeren, egalitäreren, friedlicheren Europa, in dem die


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