Nachgesehen

Der Schauplatz, am Tag nach dem Geschehen noch einmal betrachtet

Politik | Martin Gantner | aus FALTER 21/09 vom 20.05.2009

Frau Schuster fühlt sich nach der Moscheedemo falsch verstanden

Der Sager war ironisch gemeint und sicher ein Fehler." Tags zuvor stand Hannelore Schuster neben FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache auf der Bühne und sagte: "Ich möchte mich auch bei den Christen bedanken, dass sie den Mut gehabt haben, mit uns Nazis zu gehen. Langsam finde ich das schon einen Ehrentitel." Es waren Worte, die keine Fragen offen ließen. "Ich bin kein Nazi", beteuert die Initiatorin von "Moschee ade". "Wir haben nichts gegen den Gebetsraum, nur gegen die Vergrößerung des Zentrums." Die FPÖ sei die einzige Partei, die den Bürgern zuhöre. Die Inserate im Vorfeld der Demo machten die bekennende ÖVP-Wählerin "nicht glücklich", doch die Freiheitlichen hätten Megafone und Bühne zur Verfügung gestellt. "Ich könnt mir das nicht leisten." Für sie steht fest: "Die SPÖ lehnt sich zurück, ohne zu merken, dass ganz Brigittenau zum Strache rennt." Dass sie selbst "dem Strache" in die Hände spielt, ist ihr im Eifer wohl entgangen.


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