Zeit am Schirm

TV-Kolumne

Medien | Julia Ortner | aus FALTER 21/09 vom 20.05.2009

Fran Drescher ist aber blad geworden. Die "Nanny"-Darstellerin aus den 90ern hat so imposante Oberarme wie eine Ottakringer Salzgurkenhändlerin. Das war allerdings schon das Interessanteste, was die ORF-Berichterstattung vom Life Ball zu bieten hatte. Klar, wenn man den Event massentauglich und brav präsentiert - nicht dass sich jemand am Samstagabend vor zu viel Popos schreckt, dafür gibt's ja ATV. Der "Thema"-Moderator und Kampusch-Beauftragte Christoph Feurstein moderierte die Übertragung gemeinsam mit der Ö3-Hoffnung Sandra König - Tränendrüse trifft Plauderquaste. Die beiden versuchten etwas zu krampfhaft, den Staatsfunk würdig zu vertreten. Sie hatten es aber auch schwer mit einem Programm, das mehr Mörbisch als New York war, da halfen auch die US-Promis nichts, die Ball-Chef Gery Keszler einfliegen ließ. Ich sage nur: der schwarze Pool vor dem Rathaus. Einen berührenden Moment gab es dann aber doch: Als Keszler beim Verlesen des letzten Briefs seines Förderers Helmut Zilk zu heulen anfing.


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