Was niemand sehen soll

Medien | aus FALTER 21/09 vom 20.05.2009

Deutschland sperrt Seiten mit Kinderpornografie. Wie wirksam ist die Zensur im Namen des Opferschutzes?

Bericht: Ingrid Brodnig

Der heimische Internetuser kann sich frei im Web bewegen. Er tippt eine Adresse ein - und schon landet er auf der gewünschten Webseite. Egal, ob es sich dabei um eine harmlose Seite wie Wikipedia oder um eine mit Kinderpornografie handelt.

Doch so grenzenlos wie das Internet bei uns erscheint, ist es nicht überall - auch nicht in einigen demokratischen Staaten. Länder wie Norwegen, Italien, Großbritannien oder die USA haben Zugangssperren für Webseiten errichtet, auf denen pornografisches Material von Minderjährigen liegt. Jetzt wird auch Deutschland aktiv. Die schwarz-rote Regierung hat bereits einen Vertrag mit den fünf größten Internetanbietern abgeschlossen. Spätestens ab Herbst werden sie den Aufruf von Kinderpornoseiten blockieren. Wer dann eine Adresse mit einschlägigen Bildern oder Videos ansteuert, soll umgeleitet werden - zu einem roten Stoppschild.


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