"Blamage für die Kulturnation"

Feuilleton | aus FALTER 21/09 vom 20.05.2009

Die Sparpläne des ORF gefährden die Zukunft des Radio-Sinfonieorchesters Wien

Bericht: Carsten Fastner

Kultur" ist ein schwer zu fassender Begriff, und so kann es kaum Wunder nehmen, dass der Österreichische Rundfunk Schwierigkeiten damit hat, seinen gesetzlich vorgeschriebenen Kulturauftrag präzise zu definieren.

Bislang galt es immerhin als ausgemachte Sache, dass die Förderung des Musiklebens eindeutig unter den Kulturauftrag einer öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt fällt.

In diesem Sinne unterhält der ORF mit dem Radio-Sinfonieorchester Wien (RSO) einen eigenen Klangkörper, der sich vor allem der Pflege der zeitgenössischen Musik und selten gespielter Repertoires, aber auch der Oper widmet - Bereichen also, die, aus unterschiedlichen Gründen, im klassischen Musikbetrieb einen Marktnachteil haben und besonderer Unterstützung bedürfen.

Nun aber ist diese Prämisse fundamental ins Wanken geraten. Im Zuge der aktuellen Sparvorhaben des ORF soll die Hörfunkabteilung - der das RSO


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