Zwielichtiger Crossover

Feuilleton | aus FALTER 21/09 vom 20.05.2009

Das Image des Designers als Hersteller unnötiger Objekte vermag die Ausstellung Twilight Zone nicht zu korrigieren

Rezension: Matthias Dusini

Skulpturen zum Niedersetzen und Sessel, die wie Kunstwerke wirken: Um die Wechselwirkung zwischen Kunst und Design geht es in der Ausstellung "Twilight Zone" im Kunstraum Niederösterreich.

Die Kuratoren Edek Bartz, Doris Krüger und Walter Pardeller haben Objekte von Künstlern und Designern ausgesucht, die in der Grauzone zwischen autonomer Skulptur und Produktdesign arbeiten: Der deutsche Konstantin Grcic etwa ist mit seinem "Chair One" (2005) vertreten, dessen Sitzschale die Form eines aus Dreiecken geformten Gitters hat.

Vom US-Künstler Donald Judd, der seine Skulpturen stets auch als angewandte Kunst verstand, stammt eine metallene Bank. Oder ist es eine minimalistische Skulptur? Mit einem Mix aus Baumarktteppichen und Dekorartikeln schafft die Wiener Künstlerin Luisa Kasalicky eine abstrakte Komposition, die in dem musealen Rahmen ihre niedere


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