Diese Woche haben wir gelernt

Bemerkenswerte Stadt-Begebenheiten

Stadtleben | aus FALTER 21/09 vom 20.05.2009

... dass die "Daltons" Wien unsicher machen, und jeder, der jemals Lucky Luke gelesen hat, weiß, was damit gemeint ist: Drei Bankräuber in ansteigender Körpergröße - zwischen 1,65 und 1,85 Meter - haben in Wien mutmaßlich bereits sieben Überfälle begangen. Der letzte vergangene Woche scheiterte, weil sich der Tresor nicht öffnen ließ. Jetzt hat die Polizei 11.000 Euro Belohnung ausgesetzt - Hinweise an Tel. 313 10-33800.

... dass ein großes Aquarium auf das Haus des Meeres in Mariahilf kommen soll. Dafür haben die Bezirksbewohner in einer brieflichen Befragung gestimmt. 2011 soll das Riesenbecken mit einer Million Liter Inhalt fertig sein. Zehn Meter soll es über dem Flakturm in die Höhe wachsen, gesäumt von einem Restaurant "mit Meerblick".

… dass der 100. "Stolperstein" oder "Stein der Erinnerung" in der Leopoldstadt gesetzt wurde. Die Messingtafeln sollen an die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus und an die jüdische Geschichte Wiens erinnern. Stein Nummer 100 gedenkt der Bewohner des Hauses Haidgasse 1.

… dass das Rathaus kein Barockschloss ist. Auch nicht, wenn es sich in einem temporären Wasserbecken spiegelt, wie beim Life Ball vergangenen Samstag. Trotzdem machte die versammelte Weltpresse aus dem historistischen Neogotikbau ein "Barockschloss". Und betete die offizielle Falschmeldung nach, bei den 2,5 Millionen Liter Bassinwasser handle es sich um "Übermengen, die nicht benötigt werden". Stimmt nicht! Das war Trinkwasser! Nämlich 0,5 Prozent des Wiener Tagesbedarfs. Aber vielleicht hat man die ja in der Eröffnungspolonaise vom einzigen Männerpaar darstellen lassen. So barock-symbolisch.


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