Kriemhilds Kontor

Stadtleben | aus FALTER 21/09 vom 20.05.2009

In Rudolfsheim-Fünfhaus eröffnet die erste Buchhandlung. Ein Vorbote der Gentrifizierung?

Bericht: Joseph Gepp

Langsam kommen neue Leute. Studenten und Kreative schätzen die günstigen Preise und den Charme der heruntergekommenen Altbauten im Viertel. Sie bringen neue Lebensgewohnheiten. Und bald weicht der Grind dem Schick. Bald wird das Viertel zum Geheimtipp, und schließlich, wenn die jungen Künstler alt geworden sind, wird es gutbürgerlich.

Gentrifizierung heißt dieser Prozess, nach "gentry", für den niederen britischen Adel. In New York oder Berlin krempelt sie ganze Stadtteile um, wie Soho oder Prenzlauer Berg. In Wien läuft sie langsamer. Aber auch hier sind etwa Karmeliterviertel oder Spittelberg im Vergleich zu vor 20 Jahren kaum wiederzuerkennen.

Die neuen Bewohner verändern das Bild des Grätzels. Zum Hofer wollen sie einen Bio-Greißler, und statt des Wettcafés eine Buchhandlung.

Ein Blick ins Branchenbuch zeigt, wie beispielsweise der Wohlstand eines Viertels und die


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