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Stadtleben | aus FALTER 21/09 vom 20.05.2009

Metropole als Lesebuch: Martin Ulrich Kehrer fotografierte Wiens Stadtalphabet

Porträt: Wolfgang Paterno

Das Durchblättern weckt die Entdeckerlust: Was verbirgt sich hinter der Fassadenbeschriftung "Alte Schätze"? Was hinter "Wiener Chic" und "Automaterial"? "City Exclusiv" verheißt ein anderes Schild. Rätselhaft wirken weithin sichtbare Schriftzüge wie "Lieselott" und "Mariandl". Die Buchstaben der "Eisenhandlung" rosten vor sich hin, eine Geschäftsneugründung am Brigittenauer Allerheiligenplatz kombiniert Alt und Neu: Unter dem in altertümlichen Buchstaben gestanzten Wort "Ästhetik" ist der Hinweis "Fußpflege" angebracht. In der Inneren Stadt wirbt ein Florist mit einer Symbol-Schrift-Kombination: Neben zwei großflächigen Blumenblütenbildern steht bedrohlich "Böse".

Der Grafikdesigner Martin Ulrich Kehrer, 1976 in Linz geboren, wendet im Rahmen seiner Wienwanderungen seit Jahren das Hans-Guck-in-die-Luft-Prinzip an: Anno 2000 hat er damit begonnen, die Buchstaben, Schriftzüge


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