Rückkehr zu alten Werten

Stadtleben | aus FALTER 21/09 vom 20.05.2009

Ohne die Magna-Millionen besinnt sich die Austria auf sich selbst

Bericht: Daniel Nutz und Christoph Heshmatpour

Ein Hauch von Revolution weht durchs Horr-Stadion, als Vereinspräsident Wolfgang Katzian verkündet: "Die Austria ist wieder da." Soll heißen: Magna ist weg. Zehn Jahre lang hat Frank Stronach die Geschicke der Wiener Austria gelenkt und in Spitzenzeiten bis zu 30 Millionen Euro in den Verein gepumpt. Pro Jahr. In der laufenden Saison finanzierte seine Automobilzulieferfirma noch das Gehalt des polnischen Nationalspielers Jacek Bak.

Wider die Retorte

Doch glücklich war die Austria nie mit dem reichen Onkel aus Kanada. Immer wieder regte sich Widerstand. Auf die Geschichte und Tradition des fast 100 Jahre alten Klubs habe Magna gepfiffen, so der einhellige Tenor, und mit verdienten Vereinslegenden sei schäbig umgegangen worden. Herbert Prohaska zum Beispiel, einer der erfolgreichsten Austrianer überhaupt, verlor sein Traineramt auf recht unsanfte Weise. Toni Polster, eine weitere

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