Basics

Grundkurs Kochen (34)

Stadtleben | aus FALTER 21/09 vom 20.05.2009

Dieser "Kuchen" wird gerieben, seine Fans ihn dafür lieben

Nein, Sie müssen kein Butterschmalz nehmen, wenn Sie in der Pfanne Erdäpfelpuffer (in Bayern sagen sie "Reiberdatschi") rausbraten. Und Sie können die fertigen Puffer auch ruhig auf etwas Küchenkrepp entfetten. Dann nämlich werden sie gleich viel leichter und bekömmlicher. Aber alles der Reihe und der Reibe nach.

Alles, was Sie brauchen, sind Erdäpfel, am besten bio und eine "mehlig kochende" Sorte, ca. 1 Kilo. Dazu 1 Zwiebel, Salz, Muskat und 2 Esslöffel Mehl zum Binden. Die Erdäpfel waschen, schälen; ebenso die Zwiebel. Beides fein reiben (Küchenmaschine, Handreibe) und schnell verarbeiten, sonst oxydiert hier noch was, und der Datschiteig wird unansehnlich braun. Salzen, etwas Muskatnuss drüberreiben und Mehl unterrühren.

Eine beschichtete Pfanne erhitzen und (schmeckt super: Oliven-)Öl hineingeben. Mit einem Löffel die Reibermasse in die Pfanne und sofort flachdrücken; drei Stück sollten sich per Bratgang ausgehen. Bei mittlerer Hitze von beiden Seiten so lange braten, bis der Rand knusprig braun ist. Auf Küchenrolle abtropfen lassen und idealerweise sofort servieren. Man könnte die Puffer auch im Rohr warmhalten, allerdings verlieren sie dann das Krosse.

Dazu passt Häuptelsalat, Feinspitze kombinieren das Gericht mit Räucherlachs und Sauerrahm. Und in Norddeutschland (wo man "Reibekuchen" sagt) isst man sogar Apfelmus dazu. Ob die Süße mit der Zwiebel im Teig harmoniert? Probieren Sie es doch einfach aus. cw


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige