Fleisch für den Dalai-Lama

Stadtleben | aus FALTER 21/09 vom 20.05.2009

Hat Biss, ist leicht verdaulich und liefert Eiweiß: Seitan aus dem Waldviertel

Bericht & Fotos: Irena Rosc

Am Ende des Waldviertels, bei Heidenreichstein, wo an düsteren Novembertagen das Festival "Literatur im Nebel" stattfindet, produziert Edmund Reininger, ein Rückkehrer aus dem sonnigen Kalifornien, Buddhas Speise. Seitan oder Weizengluten ist seit Jahrhunderten bekannt und wurde von Mönchen in China als Fleischersatz produziert.

Zur Herstellung wird Weizenmehl mit Wasser verknetet. Nach einer Ruhezeit unter wiederholtem Kneten im Wasser wird dem Teig die Stärke entzogen. Dadurch entsteht eine zähe, glutenreiche Masse, die anschließend in einer Brühe mit Soyasauce und Gewürzen gekocht wird.

Im Gegensatz zu Tofu hat Seitan "Biss", es wärmt den Körper, kann wie Fleisch verarbeitet werden und ist leicht verdaulich. Seitan ist ein hochwertiger Eiweißlieferant, sein Eiweißgehalt ist höher als der von Rindfleisch, und es ist frei von Fett und Cholesterin. Wegen seiner leichten Formbarkeit


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