Kritik Oper

Unverständliche Räuber-pistole an der Volksoper

Lexikon | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 21/09 vom 20.05.2009

Robin Hood war besser als der italienische Gangster, dem Daniel François Esprit Auber 1830 mit "Fra Diavolo" ein Operndenkmal setzte: Dieser Teufelsbruder handelt selbstsüchtig, ist nur auf seinen zweifelhaften Ruhm bedacht, der von Raub zu Raub größer wird. Josef Ernst Köpplinger beschert der Volksoper eine Neuinszenierung, weist zwar darauf hin, dass er die Handlung im Jahr 1930 ansiedelt, macht aber nichts daraus. Am Ende ist der Räuber tot und es wird geheiratet. Höhepunkt ist eine rurale Tanz-Sequenz des Chors, die Slapstick-Einlagen bleiben ebenso unverständlich wie die Texte von Philippe Do, der den Frau Diavolo gibt. Zum Glück gibt's Übertitel.

Volksoper Wien, Di 19.30


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