Buch der Stunde

Lexikon | Klaus Nüchtern | aus FALTER 21/09 vom 20.05.2009

Dass Joseph Roth ein unerschlossener Kontinent wäre, lässt sich nicht behaupten. Aber der Todestag des Schriftstellers, der sich am 27. Mai zum 70. Mal jährt, war dem Verlag noch einmal eine Offensive wert: Die große Bildmonografie von Heinz Lunzer und Victoria Lunzer-Talos wurde neu aufgelegt, und der Journalist Wilhelm von Sternburg, der davor schon mit Biografien über Konrad Adenauer, Lion Feuchtwanger oder Erich Maria Remarque hervorgetreten ist, wurde mit einer Biografie beauftragt (die von David Bronsen aus dem Jahr 1974 ist mittlerweile vergriffen).

Herausgekommen ist ein umfängliches Werk, dessen Anmerkungsteil allein 70 Seiten umfasst, was für die Profundheit des Unterfangens spricht. Gegen den didaktischen Impetus, der neben Inhaltsangaben der wichtigsten Werke auch historische und landeskundliche Informationen bereithält, ist nichts zu sagen: Mindestkenntnisse über Geografie, Geschichte und Ökonomie Galiziens, aus dem neben Roth auch die Schriftsteller Bruno Schulz und


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