Jetzt in ganz Europa: die Populistenfalle

Falter & Meinung | aus FALTER 22/09 vom 27.05.2009

Nicht nur in Österreich sind EU-Demagogen im Aufwind. Mit Sonntagsreden wird man ihnen nicht beikommen

Gastkommentar: Isabell Hoffmann

Österreichs EU-Wahlkampf ist hässlich, und mancher in Wien mag sich trösten, dass es der Restkontinent schon richten wird. Das ist zu früh gefreut, denn auch andere europäische Regierungen und ihre Parteien versäumen es, die EU-Debatte auf ein glaubwürdiges Niveau zu heben. Offizielle Reden über Europa werden derzeit stattdessen nach drei Kategorien geführt: das Wort zum Sonntag, die Dauerwerbesendung oder die Programmvorschau.

Im europäischen Wort zum Sonntag steht Geschichtsbewusstsein ganz oben. Vor 1945 kämpften alle gegen alle, danach ringen wir nur noch um gemeinsame Beschlüsse in Brüssel. Zudem biete Europa Schutz in einer globalisierten Welt.

Die europäische Dauerwerbesendung wurde von Kommissionspräsident Manuel Barosso und seinem "Europa der Resultate" initiiert. Sein Kalkül: Wenn die Menschen verstehen lernen, wie sehr Europa ihnen


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige