Die Gummiwand der Verweigerung

Politik | aus FALTER 22/09 vom 27.05.2009

Manfred Nowak über die mutige Autobiografie von Carla Del Ponte, der ehemaligen Chefanklägerin am Internationalen Strafgerichtshof

Rezension: Manfred Nowak

Im Lauf ihres Lebens machte Carla Del Ponte die unterschiedlichsten Stationen durch: Von ihrer Jugend als Schlangenfängerin und Sportwagenbegeisterte im Tessin wandelte sie sich zur Scheidungsanwältin, zur Mafiajägerin und später zur Bundesanwältin der Schweiz. Im Zentrum ihres in Teilen autobiografischen Buches steht jedoch ihre Tätigkeit im Dienste der internationalen Strafjustiz.

Acht Jahre lang war sie Chefanklägerin des Internationalen Straftribunals für das ehemalige Jugoslawien in Den Haag (ICTY) und von 1999 bis 2003 auch Chefanklägerin des Internationalen Straftribunals für Ruanda in Arusha (ICTR). Der Sicherheitsrat der UN hatte die beiden Sondertribunale 1993 bzw. 1994 zur Aufarbeitung der Kriegs- und Menschenrechtsverbrechen eingerichtet. Als Vorbild dienten die Militärtribunale von Nürnberg und Tokio nach dem

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