Nachgesehen

Der Schauplatz, am Tag nach dem Geschehen noch einmal betrachtet

Politik | Julia Ortner | aus FALTER 22/09 vom 27.05.2009

In der alten Landstraßer Markthalle ist wieder Schluss mit Kunst

Kunst kann gefährlich sein, also "Vorsicht - betreten auf eigene Gefahr!" Schon an der Tür zur Landstraßer Markthalle ist man gewarnt. Denn drinnen ist der Betonboden holprig und das Licht schummrig - außer bei der Neonröhreninstallation. Hier, wo früher die Standler Innereien verkauft haben, wo die Tippler mit ihren Seidln abgehangen sind, steht jetzt Kunst. Das Ganze wird von einer klagenden Frauenstimme beschallt. Einige Galerien haben die derzeit brachliegende Halle für die Ausstellung "Breathless" genutzt. Das weitläufige Areal mit den abgesperrten Rolltreppen ist dafür ein spannender Ort, findet Christian Grillitsch. Der junge Künstler, Absolvent der Akademie, macht am letzten Tag der Aktion den Aufseher. Es ist ruhig, die meisten Kunstinteressierten waren schon da. "Manchmal sind auch Frauen vorbeigekommen, die hier früher eingekauft haben und wissen wollten, was jetzt in ihrer Halle los ist", erzählt Grillitsch. So bringt man Kunst auch unter die Leute.


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