Zeit am Schirm

TV-Kolumne

Medien | Julia Ortner | aus FALTER 22/09 vom 27.05.2009

Dass die neue Version von "Beverly Hills 90210" nur ein glatter Klon der einstigen herrlich jenseitigen Teenieschmonzette ist, haben wir schon festgestellt. Über eine besonders traurige Facette des Serienaufgusses schwieg ich bisher gnädig - nur nach der letzten Folge halte ich es nicht mehr aus. In "90210" treten doch tatsächlich dieselben bemitleidenswerten Hauptdarstellermädels auf wie damals. Kelly (Jennie Garth) und Brenda (Shannen Doherty) sind nun in den Rollen der gereiften Tussis zu sehen, die einst selbst an die High School gingen und jetzt hier die kleinen Mädchen unterrichten. Natürlich reden sie nun nicht mehr dauernd über Fummel, Buben und Partys - sie wollen ja erwachsene Frauen geben. Aber sie beschäftigen sich noch immer mit dem James-Dean-Verschnitt Dylan (Luke Perry), der sie einst abwechselnd zur großen Liebe erklärte. Wenn der jetzt auch noch auftritt, ist das alles nur mehr ein Versehrtenheim für Ex-TV-Jungstarlets, die es im harten Filmgeschäft nicht geschafft haben. Ein amerikanischer Albtraum.


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