Aus der Resopalhölle ins Weltall: Thomas Ruff in der Kunsthalle Wien

Feuilleton | aus FALTER 22/09 vom 27.05.2009

Auf den ersten Blick enthält die Ausstellung "Oberflächen, Tiefen" von Thomas Ruff das, was die Fotografie Anfang des Jahrzehnts zum Liebkind der Kunstmessen und Auktionen - und zum Feindbild kritischer Kunstbetrachter - machte: gestochen scharfe Riesenformate, die die populistische Seite der Gegenwartskunst repräsentierten.

Aber schon der auf Zeitungspapier gedruckte Katalog signalisiert, dass es dem deutschen Künstler keineswegs um Hochglanz und Altarbildformate geht. Durchaus im modernen Sinn einer Befragung künstlerischer Mittel verpflichtet, führt Ruff in den elf gezeigten Werkgruppen (insgesamt sind es 20) die immanenten Begrenzungen und Manipulationsmöglichkeiten des fotografischen Apparats vor Augen.

In der Serie "Interieurs" knüpft er, noch kleinformatig arbeitend, an die konzeptuelle Schule seines Lehrers Bernd Becher an, wobei er im Gegensatz zur "guten" Agenturfotografie einen scheinbar unbeteiligten Blick auf deutsche Resopalhöllen wirft. Nach und nach tilgt Ruff die

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