Konstruiert und pedantisch

Feuilleton | aus FALTER 22/09 vom 27.05.2009

Eine Schnitzeljagd ohne Jagd und Schnitzel - Jim Jarmuschs neuer Film The Limits of Control

rezension: Michael Omasta

Einer der Sätze, die im Film immer wiederkehren, geht so: "You don't speak Spanish, do you?" Mit ihm wird der Held, genannt Lone Man, der in geheimem Auftrag durch Spanien unterwegs ist, von jeder seiner Kontaktpersonen begrüßt: von einem Kreolen namens Kreole, einer Blonden namens Blondine, einem Mexikaner namens Mexikaner und schließlich einem Gitarrenkofferträger namens Gitarre. "The guitar will find you", sagt der Kreole dem Lone Man am Anfang voraus. Ganz am Ende kommt einem alles ziemlich spanisch vor.

"The Limits of Control", der neue Film von Jim Jarmusch, verdankt seinen Titel einem gleichnamigen Essay von William S. Burroughs. "Worte sind immer noch die wichtigsten Kontrollinstrumente", formulierte der US-Autor darin 1970. "Kein bisher ersonnener Kontrollapparat kann ohne Worte operieren, jeder Kontrollapparat, der sich im Bestreben, den Geist zu kontrollieren,


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