"Ich habe von den Inquisitoren gelernt"

Feuilleton | aus FALTER 22/09 vom 27.05.2009

Der Historiker Carlo Ginzburg im Gespräch über den Nutzen von Literatur und Malerei für die Historie

Interview: Stephan Steiner

Carlo Ginzburg zählt zu den herausragenden Historikern unserer Zeit. Als Mitbegründer einer "Mikrogeschichte", die komplexe Phänomene durch eine detailreiche Untersuchung von zeitlich oder räumlich kleineren Einheiten in einem neuen Licht erscheinen lässt, wirkte er seit den 1970er-Jahren weit über seine Fachdisziplin hinaus. Sein Buch "Der Käse und die Würmer", das die Welt eines friulanischen Müllers im 16. Jahrhundert rekonstruierte, erreichte eine ungewöhnlich breite Leserschaft. Ginzburgs spätere Essays (u.a. "Spurensicherung", "Holzaugen" und "Die Wahrheit der Geschichte") vereinen Intellektualität, Neugier und Belesenheit mit einer stupenden Begabung dafür, versteckte Bezüge aufzuspüren und unerwartete Querverbindungen herzustellen. Anfang Mai war Ginzburg in Wien, um die alljährlich Freud-Vorlesung zu halten ("Dante's Blind Spot").

Falter:

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