Vom Pandschab nach Fünfhaus

Stadtleben | aus FALTER 22/09 vom 27.05.2009

Warum musste Guru Sant Rama Nand sterben?

Bericht: Matthias G. Bernold und Michael Weiss

Gobind Singh Jee (22.12.1666-7.10. 1708), der zehnte Guru der Sikh, hätte eigentlich ihr letzter sein sollen. Der Prediger, Krieger und Poet, dem im westindischen Staat Pandschab fast gottgleiche Verehrung zukam, sicherte sich seinen Platz in der Ewigkeit mit einem Trick. Kurz vor seinem Ableben bestimmte er Guru Granth Sahib zum Nachfolger. Bei diesem handelte es sich jedoch um keinen Menschen aus Fleisch und Blut, sondern um eine Schriftensammlung.

Die schlaue Nachfolgeregelung hält bis heute, und die weltweit 20 Millionen Sikhs verehren das heilige Buch wie die lateinamerikanischen Katholiken die Jungfrau von Guadalupe. Allerdings geben sich manche Sikhs mit dem Buch allein nicht zufrieden und folgen - wie die Anhänger des Ravi Dass Sabha in Wien - menschlichen Gurus.

Zu Letzteren zählen Sant Niranjan Dass und Sant Rama Nand, die am Wochenende zur Predigt nach Wien gekommen waren. Der Besuch der


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