Fußball

Glosse

Stadtleben | aus FALTER 22/09 vom 27.05.2009

Wolfgang Kralicek über das Treiben auf und neben dem Spielfeld

Wenn Fußballer mehr als das Spiel lesen können

Am Samstag widmete die Süddeutsche Zeitung dem Fußballer Thomas Hitzlsperger eine ganze Seite. Bemerkenswert daran: Der Artikel stand nicht im Sportteil, sondern in der Wochenendbeilage, und es ging nicht um Fußball, sondern um Literatur. Hitzlsperger liest nämlich Bücher. Und zwar nicht, was Fußballer normalerweise unter Büchern verstehen (früher: Harold Robbins, heute: Paolo Coelho), sondern richtige Bücher: Zuletzt kaufte er in seiner Stuttgarter Stammbuchhandlung J.M. Coetzees autobiografische Erzählung "Der Junge". Auf die Idee, dass man als Fußballer auch was anderes als das Spiel lesen kann, kam Hitzlsperger übrigens vor ein paar Jahren, als er bei Aston Villa in Birmingham engagiert und nach dem Training viel allein zuhause war. Fußballer müsste man sein! Dann hätte man endlich Zeit zum Lesen.


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