Stunk im Sterzwald

Steiermark | aus FALTER 22/09 vom 27.05.2009

Warum die steirische Mais-Monokultur die Bienen bedroht und den Genmais bringen könnte - und wie ein winziger Käfer dem "Woaz-Wahn" die Grenzen aufzeigt

Öko-Reportage: Gerlinde Pölsler

Josef Kowald glüht auf seinem Traktor um die Kurve, hinten sprüht in weitem Bogen eine Flüssigkeit heraus. Er will den Maisacker unbedingt noch heute fertigdüngen, aber ein Unwetter droht. Kaum springt er vom Traktor, gießt es auch schon. Mit dem "Woaz", den der Bauer aus Wildon nahe Leibnitz vor einem Monat ausgesät hat, füttern die Kowalds ihre Schweine. Im Stall stehen achtzig Muttersäue, etliche haben gerade geworfen, die Ferkel stehen auf wackligen Beinchen. 1600 "Fadln" kommen hier pro Jahr zur Welt und werden gemästet. Mit der Kombination aus Mais und Schweinen zählen die Kowalds zu den für die Gegend typischen Bauern. "Der Mais ist eine Wunderpflanze, er liefert in kurzer Zeit unwahrscheinlich viel Energie. Er hat der Region den Wohlstand gebracht, ohne ihn wären wir nicht da, wo wir


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