Retrospektiven

Helmut Berger, ein Tribute zum 65er

Lexikon | Michael Omasta | aus FALTER 22/09 vom 27.05.2009

Der erste Film, in dem er die Hauptrolle spielte, blieb auch sein bester. "La caduta degli dei" (1968), der Auftakt zu Luchino Viscontis "deutscher Trilogie", zeigt Helmut Berger als neurotischen, erotischen Spross einer Stahldynastie, die an ihren Geschäften mit den Nazis profitiert und schließlich auch zugrunde geht. Nie wieder hat der schöne Helmut, 1944 als H. Steinberger in Bad Ischl geboren, nur annähernd so überzeugt: weder als lebensmüder Bayernkönig in "Ludwig II." noch als ewigjunger Dandy in "Das Bildnis des Dorian Gray". Seine androgyne Melancholie gerann zur Attitüde, auf Meisterregisseure wie Visconti folgten Fernsehroutiniers wie Otto Schenk. Ende des Monats begeht Helmut Berger seinen 65. Geburtstag.

Metro-Kino, 28.5. bis 4.6.


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