Nachrichten aus dem Inneren

Die Redaktion erklärt sich selbst

Falter & Meinung | Klaus Nüchtern | aus FALTER 23/09 vom 03.06.2009

Wir sind ja hier alle bis in die Nasen- und Ohrenspitzen glühende (und das gibt doch ein ganz anständiges Glühvolumen, aber hallo!) Europäer. Europa ist uns allen Aufgabe und Anliegen. Am allereuropäischsten aber ist die Politikredaktion. Man merkt es unterm Jahr ohnedies: Ständig sind die Kolleginnen und Kollegen dies- und jenseits der Schengengrenzen unterwegs, Florian Klenk war unlängst sogar in Japan (gleich nach Tex Rubinowitz, der dort für sein im Herbst erscheinendes Reisebuch recherchiert hat). Nun sind manche ja der Auffassung, dass Japan strenggenommen gar nicht zu Europa gehöre. Das mag zwar sein, wird die nicht gar so hell leuchtenden Funzeln von der FPÖ aber nicht notwendig davon abhalten, demnächst gegen den Beitritt Japans (oder Chinas, Koreas, Kambodschas …) zur EU zu protestieren.

Damit der Unfugs- und Dreistigkeitsquotient vor den EU-Wahlen nicht in schwindelerregende Höhen schnellt, haben Ingrid Brodnig, Julia Ortner, Stefan Apfl und Klenk den satisfaktionsfähigen Teil der österreichischen Spitzenkandidaten für die EU-Parlamentswahlen interviewt. Und weil die Politik nun dermaßen voll ist mit Europa, haben die anderen Ressorts kurzfristig abgeschlankt. Joseph Gepp sieht das mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Weil dessen Ressortkollege, Christopher Wurmdobler zur Überraschung aller tatsächlich Urlaub macht, ist Gepp ganz allein im Stadtleben. Ein Wahnsinn normal!


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige