"Es ist eine Riesenschweinerei"

Politik | aus FALTER 23/09 vom 03.06.2009

Der ehemalige EU-Landwirtschaftskommissar Franz Fischler über die Irrwege der heimischen Politik

Gespräche: Stefan Apfl, Florian Klenk

Franz Fischler ließ gerade ein paar Tauben fliegen. Gemeinsam mit mitteleuropäischen Spitzenpolitikern traf er sich in der Hofburg zu einem Europakongress, um 20 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs über die Zukunft Mitteleuropas zu diskutieren. Nun ist er wieder in der österreichischen Realität.

Falter: Herr Fischler, graust es Ihnen, wenn Sie die innenpolitische Debatte verfolgen?

Franz Fischler: Grausen wäre etwas übertrieben. Aber alle Parteien verfehlen in diesem Wahlkampf das Thema. Es kommt kein europäisches Projekt zur Sprache, stattdessen reden wir nur über österreichische Befindlichkeiten. Wir müssten aber über europäische Themen reden: über Klimawandel, die Finanzarchitektur und wie es nach Lissabon weitergeht.

Auch die ÖVP plakatiert stattdessen "Keine Sozialhilfe für Asylwerber". Spitzenmann Ernst Strasser schimpft auf Bürokraten,


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