Nachgesehen

Der Schauplatz, am Tag nach dem Geschehen noch einmal betrachtet

Politik | Florian Klenk | aus FALTER 23/09 vom 03.06.2009

Wo junge Historiker neben widerständigen Überlebenden forschen

Wie oft wurde diese Institution von der FPÖ als Möchtegern-Stasi verleumdet. In Wahrheit ist das Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes eine der angesehensten Einrichtungen, die sich der Dokumentation und Analyse des Nationalsozialismus, aber auch gegenwärtiger rechtsextremer Umtriebe widmet. In kleinen Kämmerchen sitzen hier junge Historiker neben Überlebenden des NS-Regimes. Sie unterrichten Schulklassen und helfen Journalisten bei der Recherche. Auf ihren Tischen stapeln sich Akten, Briefe und Nachlässe von Exilanten und Opfern, aber auch aktuelle Zeitungsartikel über rechtsextreme Politiker. Heribert Schiedel (Bild) ist einer jener Archivare, die dieses Material mit einem Griff finden. Nun, nach Ebensee, wird der Rat der Historiker auch von der Politik gesucht. Vergangenen Freitag präsentierten Kanzler und Bildungsministerin ausgerechnet hier ihre Pläne zur Reform der politischen Bildung.


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