Die Indie-Kids mit dem Geigenkasten

Feuilleton | aus FALTER 23/09 vom 03.06.2009

Grizzly Bear und Dirty Projectors machen tollen Kunstpop in der so vitalen wie überschaubaren New Yorker Szene

Doppelporträt: Sebastian Fasthuber

Veckatimest". Der Titel des zweiten Albums von Grizzly Bear geht einem nicht eben leicht von der Zunge. Was wie eine Fehlermeldung klingt, bezeichnet eine kleine Insel bei Cape Cod, wo die Band im Landhaus der Großmutter von Ed Droste ihr Studio aufbauen durfte.

Normalerweise sind Droste und seine Kollegen Daniel Rossen, Christopher Bear und Chris Taylor in Brooklyn, New York, zuhause und zählen dort neben Dirty Projectors, Animal Collective oder Beach House zu einer besonders ambitionierten Szene.

Unter Pop verstehen diese jungen Musiker nicht einfach eingängige Lieder, die passieren ihnen eher nebenbei. Es geht um die Suche nach dem Heiligen Gral, die Brian Wilson einst während der Aufnahmen zu "Smile" abbrechen musste, weil ihn sein Perfektionismus in den Wahnsinn trieb.

Auch Grizzly Bear sind Perfektionisten. In ihrem filigran-folkigen Kunstpop


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