Der Kaiser und die Tiere

Stadtleben | aus FALTER 23/09 vom 03.06.2009

Das Kaiserwalzer, eines der skurrilsten Lokale der Stadt, hat wieder offen

Das Falter-Archiv zeigt: Das Kaiserwalzer in der Esterházygasse kam schon oft vor. Klar, die küchentechnische Ambition ging hier während der vergangenen 15 Jahre fieberkurvengleich rauf und runter, vom gutbürgerlichen Gourmetwirtshaus über Bierbeisl, Restaurant mit Fusionsküche, Bierlokal again und dann war überhaupt eine Zeitlang Ruhe.

Im Frühling dieses Jahres übernahm Wolfgang Lehmann dieses freundlich als "pittoresk" zu bezeichnende Lokal, das mit Versatzstücken einer ehemaligen k.u.k. Hoftischlerei verkleidet und in den vergangenen zwei Dekaden nicht unbedingt schöner geworden ist: Zu den Orgien an Kirchenfenstern, dunklen Kassettendecken, altdeutschen Spiegelschränken und schmiedeeisernen Lichtgehängen kam irgendwann einmal ein reinigungsfreundlicher Fliesenboden. Und generell müsste das ästhetische Urteil "hoffnungslos" lauten, mit dem Nachsatz: "aber nicht unskurril".

Lehmann, der mit dem Gasthaus


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