"Und dann gehe ich wieder"

Steiermark | aus FALTER 23/09 vom 03.06.2009

Fritz Ganser malt verblüffende Sprachbilder. Warum kennt den Mann niemand?

Porträt: Thomas Wolkinger

Fritz Ganser pflegt einen etwas sorglosen Umgang mit seinen Werken. Nicht während sie entstehen - seine Sprachbilder sind Millimeterarbeit. Sondern danach: "Wenn eine Arbeit fertig ist, interessiert sie mich noch ein, zwei Monate, danach eigentlich gar nicht mehr, weil ich mit dem Kopf dann komplett woanders bin." Diese Nachlässigkeit zeitigt freilich merkwürdige Folgen. Zum einen pflegt er fertige Arbeiten einfach in irgendeinem Eck seines Ateliers - ein eigenhändig umgebauter Stadel in Frohnleiten - zu parken, wo sie dann dem Verfall preisgegeben sind. Das ist natürlich ein Problem, wenn er sie einmal ausstellen will. Obwohl, und das ist die zweite Folge dieser Einstellung, Fritz Ganser erst ein einziges Mal in einem Kunstraum ausgestellt hat.

Dabei beschäftigt er sich mit Kunst, seit er denken kann, wie er sagt. Und denken kann er, streng genommen, seit er in den Sechzigern im obersteirischen

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