Wilde Kombinationen

Vom polyamourösen Singspiel zum Schwulenporno-Meisterwerk: identities 2009

Lexikon | Joachim Schätz | aus FALTER 23/09 vom 03.06.2009

Die erste Vorstellung war nach vier Tagen Vorverkauf ausgebucht: Für die Weltpremiere von "verliebt, verzopft, verwegen" (siehe Artikel im Feuilleton, Seite 30) sind nur mehr Restplatzkarten direkt vor der Vorführung zu bekommen. Mit rund 110 Film- und Videoproduktionen an acht regulären Festivaltagen sollte das Wiener Queerfilmfestival aber Platz genug für alle Interessierten haben. Und das sind längst nicht abgezirkelte Sub-Öffentlichkeiten, wie es der unschöne Begriff "Special Interest-Filmfestival" suggeriert: Was 1994 als Filmreihe mit dem Titel "trans-X" im Filmcasino begann und von 1996 bis 2001 als autonome Nebenschiene in der Viennale verankert war, hat sich inzwischen zum zweitgrößten Wiener Filmevent entwickelt.

Die Programmierung bietet wie schon in der letzten Ausgabe des biennalen Festivals eine Mischung aus aktuellen Österreich- und Wien-Premieren, einzelnen Wiederaufführungen jüngerer Kinofilme (Gus Van Sants Biopic "Milk" oder Doris Dörries "Hanami") und zahlreichen


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