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Ein weiterer Experte des Niedlich-Abgründigen

Lexikon | aus FALTER 24/09 vom 10.06.2009

Eine an Comics und Kinderbuchillustrationen erinnernde Bildsprache, kleine, mal grimmig, mal traurig dreinblickende Figuren. Eckpfeiler wie diese hat der Japaner Yoshitomo Nara schon vor einer Weile für die Gegenwartsmalerei seines Landes aufgestellt. In Ryoji Suzuki scheint er einen Jünger gefunden zu haben. Die Darstellungen des als Shootingstar hoch gehandelten Malers pendeln zwischen kindlicher Unschuld und Hoffnungslosigkeit, sie wirken beklemmend und desaströs. Die Schachtel als Metapher für Einengung taucht in den als "Box Series" betitelten Arbeiten immer wieder auf. Kritik an der beengten Wohnsituation in Tokio wäre daher die eine Lesart. Visionen von Endzeitstimmung die andere. MJ

Palais Project, bis 26.6.


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