Vernissage

Das Scheitern moderner Utopien ein Endlosthema?

Lexikon | aus FALTER 24/09 vom 10.06.2009

Er hat Gebäude zersägt, öffentlich Sauerstoff angeboten und Schweine gebraten, er ist in den Himmel und in den Untergrund gestiegen. Gordon Matta-Clark (1943-1978), einer von elf Künstlern der Schau "Die Moderne als Ruine", nahm wie kein anderer die gescheiterten Zukunftsräume der Moderne zum Ausgangspunkt seines Schaffens. Während Stephen Willats' Fotomontagen die Wohnsituation amerikanischer Vorstädte illustrieren, entlarven Isa Genzkens Skulpturen die Versprechen der Architekturmoderne als falschen Schein. Das Kristalline, die Entropie, die Bricollage ziehen sich als roter Faden durch die Ausstellung und finden ihren Niederschlag in der Kunstproduktion von den 70ern bis heute. MJ

Generali Foundation, Do 19.00, bis 20.9.


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