Neu im Kino

Kitsch zum Schluss: "Tage oder Stunden"

Lexikon | aus FALTER 24/09 vom 10.06.2009

In letzter Zeit benimmt sich Antoine Méliot immer unguter. Er haut seinen Job in der Werbefirma hin, bringt seine Schwiegermutter auf 180 und provoziert bei der Feier seines 42. Geburtstags einen handfesten Eklat, indem er seine Frau Cécile und alle Freunde wissen lässt, wie sehr ihr bequemes Spießbürgerleben ihn anwidere. Dann steigt Antoine in seinen BMW, fährt von Paris nach Cherbourg und weiter nach Irland, wo sein Vater seit 30 Jahren das Leben eines Eremiten führt. "Tage oder Stunden" (im Original: "Deux jours à tuer") von Jean Becker wirkt lange Zeit aufregend roh und ungelenk wie die Skizze zu einem Film: Bis gegen Ende hin die leider unvermeidliche "Erklärung" für Antoines sonderbares Verhalten folgt - und selbst die hervorragenden Darsteller (Albert Dupontel, Marie-Josée Croze, Pierre Vaneck) vorm Melodram des Finales kapitulieren müssen. MO

Ab Fr im Kino (OmU im Filmcasino)


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