Seinesgleichen geschieht

Die Frösche haben gewählt, man staunt über ihre europäische Perspektive

Der Kommentar des Chefredakteurs


Armin Thurnher
Falter & Meinung | aus FALTER 24/09 vom 10.06.2009

Dieses Wahlergebnis ist keine Aufgabe für politische Analytiker. Es verlangt den Satiriker, es liefert Stoff für Lustspiele, Tragikomödien, bizarre Dramen. Nicht nur, wenn man es aus österreichischer Froschperspektive betrachtet, die ja immer ihre eigene Komik hat: Der Frosch wundert sich, dass die Welt auf ihn herabsieht, statt seine einzig richtige Sicht der Dinge zu teilen. Die Welt? Nach dieser EU-Wahl kann man sagen: die anderen Frösche. Sind halt meistens größere.

Andererseits ist es ganz natürlich, im postpolitischen Zeitalter den Blick nach innen zu richten, auf die nahe liegenden Dinge. Hans-Peter Martin, wie er seine hübsche Frau wieder und wieder herzt und küsst, wie man das halt für die Kameras so macht. Heinz-Christian Strache, wie er Mölzer wieder und wieder in den Hintergrund drängt und kraftmeiert und kraftmeiert, sodass man nicht mehr glauben kann, dass er sich das selber noch glaubt. Geschweige denn, dass die Menschen draußen ihm noch glauben. Die aber glauben

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