Wo geht's hier zur sozialen Wärme?

Politik | aus FALTER 24/09 vom 10.06.2009

Werner Faymanns Sozialdemokraten erleben die fünfte Wahlschlappe in Folge - und entdecken nun wieder einmal ihr soziales Gewissen

Analyse: Nina Horaczek, Julia Ortner

Die hetzerische FPÖ ist schuld. Und der EU-Frust. Natürlich auch der billige Krone-Populismus von Hans-Peter Martin. Alles muss am Wahlabend herhalten, um die katastrophale Niederlage zu erklären. Bis dann SPÖ-Spitzenkandidat Hannes Swoboda spätabends im Fernsehen offen ausspricht, was sich viele Genossen nach der EU-Wahl denken. "Die SPÖ muss für mehr soziale Gerechtigkeit stehen. Wie müssen unser soziales Profil wieder schärfen."

Er ist der einzige prominente rote Spitzenpolitiker, der sich in der Parteizentrale in der Löwelstraße den Kameras stellt. Eben hat seine Partei fast zehn Prozent ihrer Stimmen und den ersten Platz an die ÖVP verloren - noch nie zuvor haben die Sozialdemokraten bei einer nationalen Wahl dermaßen schlecht abgeschnitten. Damit ergeht es ihnen bei der Wahl zum Europäischen Parlament ähnlich


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