Eva Glawischnig ist - noch - als grüne Parteivorsitzende unumstritten

Politik | Ingrid Brodnig | aus FALTER 24/09 vom 10.06.2009

Der Streber hat versagt. Jahrelang war die Partei von Eva Glawischnig ein Vorbild für andere grüne Bewegungen in Europa. Am Wahlabend trösteten sich die Grünen damit, dass es anderswo besser gelaufen ist. Ihre deutschen Fraktionskollegen erreichten nach dem vorläufigen Endergebnis 12,1 Prozent, die Franzosen hinter Daniel Cohn-Bendit konnten ihren Stimmanteil sogar mit 16,3 Prozent mehr als verdoppeln. In Österreich liegen die Grünen hingegen bei 9,5 Prozent und müssen noch bis zur Auszählung der Briefwahl um das zweite Mandat zittern.

Schuld, heißt es am Wahlabend, seien die anderen Parteien und der stark innenpolitische Wahlkampf. Manch ein Grüner räumt ein, es habe nicht geklappt, eigene proeuropäische Themen zu setzen. Anders als in Deutschland: Dort konnten sich die Grünen in Zeiten der Krise als politisches Gegengewicht zu den Regierungsparteien positionieren.

Aber die Grünen waren in den letzten Monaten mit einer internen Debatte beschäftigt - dem Streit um das politische


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